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12.01.2022 18:04

Schiedsrichter sorgt am Afrika-Cup für Chaos

  • Der sambische Schiedsrichter Janny Sikazwe leitete an der WM 2018 in Russland zwei Vorrunden-Spiele
    Der sambische Schiedsrichter Janny Sikazwe leitete an der WM 2018 in Russland zwei Vorrunden-Spiele | Keystone/AP/VICTOR R. CAIVANO
AFRIKA-CUP ⋅ Der Afrika-Cup ist bekannt für Kuriositäten. Bei der aktuellen Ausgabe in Kamerun sorgt ein Schiedsrichter für grosses Chaos, weil er ein Spiel gleich doppelt zu früh abpfeift.

Laut Regelwerk dauert ein Fussballspiel 90 Minuten. Mindestens. Die Uhr von Schiedsrichter Janny Sikazwe war beim Afrika-Cup in Kamerun aber offenbar ihrer Zeit voraus. Der Unparteiische aus Sambia brachte es fertig, das Spiel in Gruppe F zwischen Tunesien und Mali (0:1) gleich zweimal zu früh abzupfeifen. Schon nach 85:06 Minuten hatte Sikazwe genug von der Partie in Limbé gesehen und pfiff ab.

Die Spieler überzeugten ihn jedoch davon, dass er einen Fehler gemacht habe. Nach 89:45 Minuten war dann aber endgültig Feierabend. Da liess sich Sikawze auch von den wütenden Protesten der in Rückstand liegenden Tunesier nicht beeindrucken und verliess unter dem Schutz von Sicherheitskräften den Platz.

Der zweite überpünktliche Abpfiff ist mindestens genauso rätselhaft wie der erste, da es genug Grund für eine Nachspielzeit gegeben hatte. Malis Mittelfeldspieler El Bilal Touré sah in der 87. Minute die Rote Karte, das Spiel war wegen der Videoüberprüfung lange unterbrochen. Der Platzverweis war übrigens ebenso umstritten wie die beiden Handspenaltys in der Partie. Den ersten nutzte Malis Ibrahima Koné kurz nach der Pause zum Siegtor, den zweiten verschoss der Tunesier Wahbi Khazri (77.).

Ironischerweise sollte es am Ende dann doch noch eine Art Verlängerung geben. Als Malis Trainer Mohamed Magassouba gerade in der Pressekonferenz sass, wurde er von Offiziellen informiert, dass die restlichen Minuten doch noch nachgespielt werden sollen. Die Spieler Malis und Schiedsrichter Sikazwe versammelten sich also wieder auf dem Platz, doch die Tunesier kamen schlicht nicht. Nach kurzer Wartezeit pfiff Sikazwe endgültig ab. Und Magassouba begab sich entnervt zurück zur Pressekonferenz. (sda/dpa)

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