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28.02.2021 21:05

Die Meisterschaft wird immer sonderbarer

  • Trainer Mario Frick ist mit dem FC Vaduz noch Tabellenletzter. Aber die Liechtensteiner sind im Hoch
    Trainer Mario Frick ist mit dem FC Vaduz noch Tabellenletzter. Aber die Liechtensteiner sind im Hoch | KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
SUPER LEAGUE ⋅ Schier von Wochenende zu Wochenende gibt die Tabelle der Super League ein skurrileres Bild ab. Alle Mannschaften mit Ausnahme der weit davongezogenen Young Boys rücken immer näher zusammen.

Der Abstand vom Ersten zum Zweiten ist unterdessen nahezu doppelt so gross wie der Abstand zwischen dem Zweiten und dem Letzten: 19 Punkte beträgt die Differenz zwischen YB und Basel, 10 Punkte jene zwischen Basel und Vaduz.

Die ungewohnt schmale Bandbreite, in der sich also neun Mannschaften bewegen, bedeutet nichts anderes, als dass in dieser Saison noch viel passieren kann. Es sind bis Mitte Mai noch 14 Runden zu spielen.

Gemäss den einzelnen Formkurven werden die neun Teams in den nächsten Wochen noch näher zusammenrücken. Denn Luzern, Sion und Vaduz sind in der besseren Verfassung und punkten derzeit viel fleissiger als beispielsweise das zweitplatzierte Basel.

Nicht nur die Punkteflaute - zwei Punkte aus den vier Spielen seit Rückrundenbeginn - macht der Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza zu schaffen. War die Zahl der Verletzten, Kranken und Gesperrten im Herbst noch normal durchschnittlich, fehlen derzeit aus verschiedenen Gründen 15 Spieler des 30-Mann-Kaders. In der nächsten Zeit müssen jedoch Punkte dazukommen, soll die Mannschaft nicht in einen unheilvollen Sog geraten. Am Mittwoch spielen die Rotblauen daheim gegen die Young Boys, denen sie in dieser Saison schon zweimal unterlegen sind.

Der verblüffende Konterpart ist der FC Vaduz. Im Herbst schien die Mannschaft von Trainer Mario Frick mit Rückständen von 5, 6, 7 Punkten jeglichen Kontakt zu verlieren und dem sofortigen Wiederabstieg entgegenzugehen. Ende Februar sieht es anders aus. Auf der Basis einer stabilen Defensive punkten die Liechtensteiner seit einiger Zeit sehr fleissig - wie am Sonntag beim 2:0-Sieg in Sitten. In den letzten acht Runden waren nur die Young Boys (20 Punkte) erfolgreicher als Vaduz, das mit vier Siegen und drei Unentschieden bei nur einer Niederlage 15 Punkte holte. Auch Luzern war mit 12 Punkten in dieser Zeit besser als die Mannschaften in den Rängen 2 bis 7. (sda)

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