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09.06.2021 16:31

Ein Trainer mit Bundesliga-Erfahrung

  • André Breitenreiter soll den FC Zürich zurück zu einem attraktiven, offensiven Fussball führen
    André Breitenreiter soll den FC Zürich zurück zu einem attraktiven, offensiven Fussball führen | KEYSTONE/DPA/SWEN PFÖRTNER
SUPER LEAGUE ⋅ André Breitenreiter soll den FC Zürich in die Zukunft und zurück zu attraktivem Offensivfussball führen. An dieser Aufgabe sind seine Vorgänger Massimo Rizzo und Ludovic Magnin gescheitert.

"Neue Wege gehen." Unter diesem Motto fasste FCZ-Präsident Ancillo Canepa die Verpflichtung von André Breitenreiter zusammen. Mit dem 47-jährigen Deutschen engagierten die Zürcher erstmals seit Uli Forte vor fünf Jahren wieder eine externe Lösung als Cheftrainer. Zuletzt hatten sich Massimo Rizzo und Ludovic Magnin nach internem Aufstieg am Fanionteam versuchen können, sie taten es ohne nachhaltigen Erfolg. Jetzt habe der FCZ einen Umbruch eingeleitet, der auch das Trainerkonzept betreffe, sagte Canepa an der Pressekonferenz anlässlich der Trainer-Vorstellung.

Der Präsident tat seine Begeisterung ob der Neuverpflichtung öffentlich kund. "Bundesliga war schon immer etwas mein Traum", sagte Canepa. Der neue Coach mit Vertrag bis Sommer 2023 soll ein bisschen Bundesliga-Mentalität ins Zürcher Team bringen. Über hundert Spiele absolvierte Breitenreiter dort an der Seitenlinie. Zwei Mal führte er ein Team in die höchste deutsche Spielklasse: den SC Paderborn 2014, drei Jahre später auch Hannover 96. Dazwischen erreichte Breitenreiter mit Schalke 04 die Europa League. Seit seiner Freistellung bei Hannover im Januar 2019 wartete Breitenreiter gemäss eigener Aussage aus "persönlichen Gründen" auf einen neuen Trainerjob. Er arbeitete jedoch als Fussball-Experte beim Pay-TV-Sender Sky.

Breitenreiter soll den FC Zürich in die Zukunft und zurück zu offensivem und attraktivem Fussball führen. Etwas, woran Rizzo und Magnin gescheitert waren. Rizzo hatte in seinen sieben Monaten als Chef den FCZ zwar rasch mit einem Defensiv-Konzept stabilisiert, einen "Plan B" aber nie gefunden oder verfolgt. Die Spiele der Zürcher unter Rizzo waren selten ansehnlich und nur in den ersten Monaten von Erfolg gekrönt. Davor hatte Magnin den FCZ zwar auf offensiven Fussball ausgerichtet, die Mannschaft tat sich mit der Umsetzung allerdings schwer.

"Es gibt Prinzipien, nach denen ich Fussball spielen lassen möchte, und ich stehe eben für attraktiven, offensiven Fussball, der schon auch variabel ist", sagte Breitenreiter bei seiner Vorstellung. Die rote Linie seiner Strategie werde er nicht verlassen, aber seinen Plan in schwierigen Phasen anpassen. Darüber hinaus soll Breitenreiter junge Spieler entwickeln, wie er es auch bereits bei Schalke getan hat: Leroy Sané und Leon Goretzka sind die berühmtesten Namen, die Breitenreiters Schule entsprungen sind. Es sind Namen, die die Fantasie anregen: Beim FCZ und besonders bei Präsident Canepa.

FCZ mit deutscher Tradition

Deutsche Trainer waren beim FCZ eine Zeitlang hoch im Kurs. Timo Konietzka führte die Zürcher in den Siebzigerjahren zu je drei Meistertiteln und Cupsiegen. Ab Ende Achtzigerjahre hatten auch Hannes Bongartz und Herbert Neumann im Letzigrund das Sagen. (sda)

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