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11.02.2019 17:37

Die Alpnacher Biathletin Lorena Wallimann ist Feuer und Flamme für Olympia

  • Die Schweizer Delegation bei der sonntäglichen Eröffnungsfeier in Sarajevo. Bild: Swiss Olympic/Adrian Götschi (10. Februar 2019)
REGIO-SPORT ⋅ Die 18-jährige Obwaldnerin Lorena Wallimann erfüllt sich mit der Teilnahme an den Europäischen Jugendspielen einen Traum. Heute steht die Alpnacherin erstmals an einem Grossanlass im Einsatz.

Roland Bösch

Hühnerhaut-Stimmung herrschte am Sonntagabend in Sarajevo. Die Verantwortlichen des 14. European Youth Olympic Winter Festival (EYOF) bereiteten den Athletinnen und Athleten einen herzlichen Empfang. Mitten in den rund 1000 Athletinnen und Athleten befand sich mit Lorena Wallimann auch eine Obwaldner Sportlerin. «Es war eine sehr eindrückliche Eröffnungsfeier, die ich ganz sicher nie vergessen werde.», erklärte die Biathletin am späten Sonntagabend und fügte hinzu: «Man merkt, dass den Leuten in Sarajevo die EYOF sehr viel bedeuten.» 24 Stunden zuvor war Lorena Wallimann mit der fast 100-köpfigen Delegation aus Athleten und Betreuern in einem Charterflug aus Basel in die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina gereist.

Noch vor der Eröffnungsfeier stand für Lorena Wallimann das erste Training in der Biathlon-Arena auf dem Programm. Die 18-jährige Sportmittelschülerin stellte dabei fest: «Es handelt sich um eine abwechslungsreiche, aber strenge Strecke.» Viel Zeit, den Parcour kennenzulernen, bleibt nicht. Bereits heute Dienstag greift Wallimann beim Sprint über sechs Kilometer ins Wettkampfgeschehen ein. Morgen Mittwoch steht der Einzelwettkampf über 10 Kilometer an.

Konstanz ist zurzeit die grösste Herausforderung

Neben der Athletin des Skiclubs Schwendi-Langis sind noch sechs weitere Biathletinnen und Biathleten in Sarajevo am Start. Je die besten zwei Frauen und Männer werden zum Abschluss am Freitag auch noch die Mixed-Staffel bestreiten. «Es wäre schon toll, auch beim Staffel-Wettkampf im Einsatz zu stehen. Ich werde mein Bestes geben», hält Wallimann, die der Kandidatengruppe von Swiss-Ski angehört, fest. Rangmässig eine Prognose abzugeben, erachtet die Alpnacherin als schwierig, da sie die internationale Konkurrenz nicht im Detail kennt.

Wie nah Sieg und Niederlage im Biathlon beisammen sind, kennt Lorena Wallimann, die sich im letzten Schuljahr der kaufmännischen Ausbildung an der Sportmittelschule in Engelberg befindet, bestens. Sie selber sagt: «Die Konstanz ist zurzeit noch die grösste Herausforderung für mich.» Der Saisonstart gelang der Obwaldnerin mit einem Sieg beim ersten nationalen Sprint in Realp nach Mass. Am nachfolgenden Tag musste Lorena Wallimann dann aufgrund von zu vielen Schiessfehlern mit dem Ranglistenende vorliebnehmen. Dennoch kommt die Selektion von Lorena Wallimann nicht von ungefähr. Bei den Alpencup-Rennen im österreichischen Obertilliach gelangen ihr beispielsweise zwei tolle 15. Plätze. Im Schiessstand fühlt sich Lorena Wallimann relativ sicher. Läuferisch wurde sie aufgrund einer Grippe zwischen Weihnachten und Neujahr etwas zurückgeworfen. Die Schweizer Fahne in Sarajevo zu vertreten, macht Lorena Wallimann sichtlich Spass. Die Strategie von Swiss Olympic scheint aufzugehen. Der Dachverband ist überzeugt, wer ein erstes Mal den olympischen Geist erlebt, will künftig auch an Olympischen Spielen teilnehmen.

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