Weitere
Lade Login-Box.
15.04.2019 02:00

Positive Bilanz trotz fehlender Medaille

  • Benjamin Gischard holte für das dezimierte Schweizer Team in Stettin die Kohlen aus dem Feuer; eine EM-Medaille blieb dem Berner aber verwehrt
    Benjamin Gischard holte für das dezimierte Schweizer Team in Stettin die Kohlen aus dem Feuer; eine EM-Medaille blieb dem Berner aber verwehrt | KEYSTONE/EPA PAP/MARCIN BIELECKI
KUNSTTURNEN ⋅ Auch wenn der Schweizer Turnverband an den Titelkämpfen in Stettin wieder einmal leer ausging, fällt die Bilanz der Verantwortlichen mehrheitlich positiv aus. Bei den Frauen fehlt starker Nachwuchs.

Sieben Finalteilnahmen und die Ränge 4 (zweimal), 5 und 6 in den Gerätefinals resultierten an den Titelkämpfen in Polen für den STV, der erstmals seit Birmingham 2010 keine EM-Medaille gewann. In Anbetracht des Fehlens der rekonvaleszenten Giulia Steingruber und von Pablo Brägger sowie der alles andere als idealen Vorbereitung von Oliver Hegi ist fehlendes Edelmetall keine Überraschung. Die drei zeichneten für 15 der 19 seit 2011 gewonnen Schweizer EM-Medaillen verantwortlich.

Bei den Männern sprangen Benjamin Gischard und Christian Baumann in die Bresche. Vor allem Gischard turnte sich in Polen in den Vordergrund und stellte die gemachten Fortschritte unter Beweis. Zu einer Medaille fehlte dem 23-Jährigen sowohl am Boden als auch am Sprung nicht viel.

Der Fahrplan des Teams von Nationaltrainer Bernhard Fluck Richtung Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart stimmt. "Ich habe momentan keine Zweifel, dass wir die Olympia-Qualifikation mit dem Team erneut schaffen werden", sagte Felix Stingelin, der Chef Spitzensport im STV. "Aber es wird kein Spaziergang." Die besten zwölf Teams der Welt dürfen 2020 in Tokio antreten.

Wesentlich düsterer sieht die Situation bei den Schweizer Frauen aus. Hinter Steingruber und Käslin, der als Vierter im Final am Schwebebalken das Wettkampfglück fehlte, rückt niemand nach. Die Problematik ist nicht neu. "Es ist ein Ausbildungsproblem, das sehr weit unten beginnt und das wir an der Wurzel packen müssen", sagte Stingelin. Damit die Schweizer Mannschaft in Stuttgart einigermassen konkurrenzfähig ist, braucht sie Giulia Steingruber dringend. Das Comeback der neunfachen EM-Medaillengewinnerin ist für September geplant. (sda)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

GOTTHARDTUNNEL

Unfall mit Wohnmobil fordert fünf Verletzte

ZELL LU

Lastwagen überschlägt sich mehrmals

KEHRSITEN

Tragischer Seebadi-Unfall hallt nach

Frauen und Mädchen feiern den Freispruch von Evelyn Hernandez. Die junge Frau war nach einer mutmasslichen Totgeburt in El Salvador des Mordes angeklagt worden. (Foto: Salvador Melendez/AP Keystone)
EL SALVADOR

Totgeburt kein Mord

Der britische Premierminister Boris Johnson wirbt in einem Brief an EU- Ratspräsident Donald Tusk Änderungen am Brexit-Abkommen verlangt. Dabei soll der sogenannte Backstop für Irland gestrichen werden. (Foto: Simon Dawson/EPA)
BREXIT

Johnson will Brexit-Nachverhandlungen

Das US-Militär hat am Sonntag zum ersten Mal seit dem Ende des INF-Abrüstungsvertrags einen konventionellen landgestützten Marschflugkörper getestet.  Der Test wäre laut INF-Vertrag verboten gewesen. (Foto: Scott Howe/U.S. Defense Department via AP Keystone)
USA

US-Militär testet Marschflugkörper

LUZERN

Guerilla-Aktion: Künstlerin hängt Bilder auf die Kapellbrücke

Hat die SNB wieder am Devisenmarkt interveniert? Bild der Fassade am Bundesplatz (Archivbild).
BANKEN

Nationalbank hat wohl erneut interveniert

Regisseur Quentin Tarantino und die Schauspieler Leonardo DiCaprio sowie Brad Pitt (von links) stehen für "Once Upon A Time... In Hollywood". Der Film stürmte bereits am ersten Wochenende nach dem Start in der Schweiz die Kinocharts. (Archivbild)
CH-KINOCHARTS WOCHENENDE

Neuer Tarantino stürmt an die Spitze

Stephan Lichtsteiner spielt künftig in der Bundesliga für Augsburg
DEUTSCHLAND

Lichtsteiner für ein Jahr zu Augsburg

Zur klassischen Ansicht wechseln