Eiskunstlauf
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21.03.2019 14:43

Britschgi enttäuscht - Nathan Chen top

  • Titelverteidiger Nathan Chen hatte allen Grund zum Strahlen
    Titelverteidiger Nathan Chen hatte allen Grund zum Strahlen | KEYSTONE/AP/ANDY WONG
EISKUNSTLAUF ⋅ Der Schaffhauser Lukas Britschgi hat seine ersten Weltmeisterschaften auf dem 35. Platz beendet. In Saitama klar in Führung liegt der amerikanische Titelverteidiger Nathan Chen.

Es war zwar zu erwarten, dass der Wettkampf für Britschgi nach dem Kurzprogramm zu Ende ist. Dennoch verlief der Auftritt des 21-Jährigen enttäuschend. Britschgi stürzte sowohl beim Dreifach-Lutz als auch beim Dreifach-Flip. Zudem war der Axel zu Beginn des Programms unterrotiert. Mit 54,58 Punkten verpasste Britschgi die persönliche Bestleistung (68,40) deutlich. Schlechter war einzig der Pole Igor Reznichenko (50,15).

Gold dürfte wie im Vorjahr Nathan Chen gewinnen. Der erst 19-Jährige zeigte keine Schwäche und stand unter anderem den Vierfach-Lutz. Mit 107,40 Punkten verbesserte er die eigene Bestmarke gleich um 14,41 Punkte - da das Bewertungssystem eine leichte Modifizierung (+5/-5, zuvor +3/-3) erfuhr, wurden sämtliche älteren Resultate gestrichen. Den überraschend im 2. Rang klassierten Landsmann Jason Brown (96,81) distanzierte Chen um 10,59 Punkte.

Lediglich Dritter nach dem ersten Wettkampfteil ist der Einheimische Yuzuru Hanyu (94,87). Der Olympiasieger von 2014 und 2018 sprang zu Beginn den Salchow nur doppelt statt vierfach. Da er mindestens dreifach hätte sein müssen, kassierte er dafür einen Nuller. Er sei nicht genügend fokussiert gewesen, so Hanyu. "Ich bin frustriert über meine Leistung." Die dritte WM-Goldmedaille nach 2014 und 2017 liegt für den 24-Jährigen wohl ausser Reichweite. Die Kür findet am Samstagmorgen statt.

Zweiter WM-Titel für Sui/Han

Den ersten Titel in Saitama sicherten sich die chinesischen Paarläufer Sui Wenjing/Han Cong, die schon vor zwei Jahren Weltmeister geworden waren. Die Olympia-Zweiten überholten dank der besten Kür die nach dem Kurzprogramm führenden Jewgenia Tarassowa/Wladimir Morosow au Russland. Damit krönten Sui/Han eine Saison, die nicht einfach war. Die Grands Prix musste das Duo aufgrund einer Stressfrakur im Fuss bei Sui auslassen. "Den zweiten WM-Titel zu gewinnen, war schwieriger", sagte Sui.

Bronze ging an die Russen Natalia Sabijako/Alexander Enbert, die zum ersten Mal auf WM-Podest standen. Die zuvor in dieser Saison ungeschlagenen Franzosen Vanessa James/Morgan Cipres verbesserten sich dank der drittbesten Kür vom 7. in den 5. Schlussrang. (sda)

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