Eishockey
13.02.2018 18:30

Alles nach Plan

  • Für das Team von Patrick Fischer beginnt am Donnerstag das olympische Eishockey-Turnier
    Für das Team von Patrick Fischer beginnt am Donnerstag das olympische Eishockey-Turnier | KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
EISHOCKEY ⋅ Am Donnerstag gilt es für die Schweizer Nationalmannschaft mit dem Spiel gegen Kanada erstmals ernst. Bislang verläuft alles nach Plan.

In einem Team mit 25 Spielern kann einiges passieren. "Wir sind sehr, sehr froh, dass sich in der ganzen Vorbereitung niemand verletzt hat und keiner krank ist", sagte Nationaltrainer Patrick Fischer deshalb. Die Mannschaft kam am vergangenen Donnerstag in Seoul an und nahm einen Tag danach praktisch geschlossen an der Eröffnungsfeier der Winterspiele teil. "Das war für uns ein wunderschöner Moment", so Fischer.

Ansonsten waren die Schweizer bis am Sonntagabend im in der Nähe der Hauptstadt liegenden Goyang, wo sich bereits die Frauen vorbereitet hatten. Dort bestritten sie auch die letzte Testpartie gegen Norwegen (4:2). "Für mich war wichtig, dass beide Mannschaften nicht direkt ins olympische Dorf einzogen, sondern wir uns in aller Ruhe vorbereiten konnten", berichtete Raeto Raffainer, der Direktor der Nationalteams.

Die Männer genossen am Montag einen freien Tag, ehe sie am Dienstag das erste von zwei Trainings vor dem Spiel gegen Kanada bestritten. Bezüglich Aufstellung sagte Fischer, dass sie sicher ähnlich unterwegs seien wie gegen Norwegen. Damals stand Leonardo Genoni im Tor, kamen sieben Verteidiger und 13 Stürmer zum Einsatz. Überzählig waren Jonas Hiller, Romain Loeffel und Grégory Hofmann.

Den Auftakt gegen die Nordamerikaner, bei denen fünf "Schweizer" im Kader stehen, bezeichnete Fischer "als Paukenschlag für beiden Seiten. Sie gehören sicher zu den Mitfavoriten". Die bisherigen Duelle in dieser Saison gegen kanadische Teams verloren die Schweizer im November am Karjala Cup (2:3) sowie im Final des Spengler Cup (0:3). Dafür sind die Erinnerungen an den letzten Ernstkampf gut. An der letztjährigen Weltmeisterschaft in Paris gewannen sie gegen eine mit NHL-Stars gespickte Equipe nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 nach Verlängerung. 17 Spieler von damals sind auch in Gangneung mit dabei. "Wenn wir unser Potenzial abrufen, haben wir eine gute Chance, sie zu besiegen", ist Fischer überzeugt.

Raffainer rechnet damit, dass sie "gegen gut aufgestellte Kanadier bei fünf gegen fünf über sich hinauswachsen müssen." Für ihn sind ein überdurchschnittlich guter Goalie, eine stabile Defensive und funktionierende "Special Teams" (Power- und Boxplay) der Schlüssel zum Erfolg. (sda)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

"Heilung mit Kügelchen": ein in der Westschweiz praktizierender Arzt behauptet, Homosexualität therapieren zu können. Die Genfer Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. (Symbolbild)
GESUNDHEIT

Arzt will in der Romandie Schwule "heilen"

Das Astra hat einen Zulassungsstopp für Modelle von Mercedes und Porsche mit manipulierter Abgasreinigung verfügt. (Archiv)
ABGASSKANDAL

Zulassungsstopp für Porsche und Mercedes

Hyalomma marginatum (rechts) im Vergleich zum Gemeinen Holzbock
ZECKEN

Tropische Zecken in Deutschland entdeckt

VIERWALDSTÄTTERSEE

Buochs hat wieder Schiffsanschluss

URI

Pilger marschieren 33 Kilometer von Andermatt nach Disentis

Geldsegen für den Bund: Der Bund rechnet 2018 erneut mit einem deutliche höheren Überschuss als budgetiert. (Archiv)
BUNDESFINANZEN

Bund erwartet wieder Milliarden-Überschuss

Der PostAuto-Skandal ist noch nicht ausgestanden: Am Mittwoch hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) beim bundesnahen Unternehmen eine Hausdurchsuchung durchgeführt. (Themenbild)
POSTAUTO

Hausdurchsuchung bei der Post

Bei der so genannten Römerbrücke in Lavertezzo im Verzascatal ist eine Italienerin von der Strömung mitgerissen worden - sie starb in der Nacht auf Mittwoch im Spital. (Themenbild)
UNFALL

Tödlicher Unfall im Verzascatal

Die Diskriminierung von homo- und bisexuellen Personen soll im Strafrecht explizit verboten werden. Der Bundesrat hält das zwar nicht für vordringlich, ist aber einverstanden. (Symbolbild)
DISKRIMINIERUNG

Diskriminierung von LGBTI-Menschen verbieten

Nationalbank-Vizepräsident Fritz Zurbrügg präsentiert in Zürich die neue 200er-Note.
BANKEN

Materie ist Sujet von neuer 200-Franken-Note

Zur klassischen Ansicht wechseln