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17.06.2021 10:12

Corona-Infektionen in England steigen stark

  • Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht bei einer Pressekonferenz in der Downing Street. Wegen der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante müssen sich die Menschen in Großbritannien für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Foto: Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa
    Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht bei einer Pressekonferenz in der Downing Street. Wegen der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante müssen sich die Menschen in Großbritannien für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Foto: Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa | Keystone/PA Wire/Jonathan Buckmaster/Daily Expres
GROSSBRITANNIEN ⋅ Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent.

Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen.

Daten von 110 000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni hätten ergeben, dass die Zahl der Fälle sich alle elf Tage verdoppelt, hiess es weiter. Schwerpunkt ist Nordwestengland. Experten setzen allerdings darauf, dass wegen der Impfkampagne die Ausbreitung des Virus wieder verlangsamt wird.

Mittlerweile haben mehr als 30 Millionen Erwachsene - gut die Hälfte - die für den vollen Schutz notwendigen zwei Dosen erhalten. Schon in wenigen Tagen dürfen alle über 18-Jährigen sich für eine Impfung anmelden.

Wegen der Delta-Variante, die mittlerweile für mehr als 90 Prozent der Fälle im Land verantwortlich ist, hat die Regierung von Premierminister Boris Johnson die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen in England um vier Wochen verschoben. Am Mittwochabend stimmte das Parlament in London dieser "Pause" mit deutlicher Mehrheit zu. Allerdings stimmten mehr als 50 Abgeordnete von Johnsons Konservativer Partei gegen die Regierung. Sie fordern, dass der bisherige Fahrplan eingehalten wird. (sda/dpa)

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