International
Lade Login-Box.
08.08.2020 04:13

US-Geheimdienste: Russland arbeitet gegen Wahlsieg Joe Bidens

  • ARCHIV - US-Präsident Donald Trumps Herausforderer Joe Biden bekommt im Wahlkampf nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten gezielt Gegenwind aus Russland. Foto: Paul Sancya/AP/dpa
    ARCHIV - US-Präsident Donald Trumps Herausforderer Joe Biden bekommt im Wahlkampf nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten gezielt Gegenwind aus Russland. Foto: Paul Sancya/AP/dpa | Keystone/AP/Paul Sancya
CHINA ⋅ US-Präsident Donald Trumps Herausforderer Joe Biden bekommt im Wahlkampf nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten gezielt Gegenwind aus Russland. Das Land bemühe sich, den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zu "verunglimpfen", erklärte das Büro des Geheimdienstkoordinators (DNI) am Freitag (Ortszeit). China und Iran wiederum wollten Trumps Wiederwahl verhindern, hiess es. Man sei "besorgt über die anhaltenden und potenziellen Aktivitäten" jener drei Länder, hiess es weiter.

Russland nutze "eine Reihe von Massnahmen", um den früheren Vizepräsidenten Biden zu untergraben. Als Beispiele nannte das DNI unter anderem Aussagen von Politikern, die die Glaubwürdigkeit Bidens durch angebliche Korruptionsvorwürfe beschädigen wollten. Kreml-nahe Akteure nutzten zudem soziale Medien, um die Kampagne des Republikaners Trump zu unterstützen, hiess es.

Trump sagte am Freitagabend in seinem Golfclub im Bundesstaat New Jersey, die Deutung seiner Geheimdienste sei nur eine Möglichkeit. "Die letzte Person, die Russland im Amt sehen will ist Donald Trump, weil niemand jemals härter mit Russland umgegangen ist als ich", sagte der Präsident vor Journalisten.

China wiederum will nach Ansicht der Geheimdiensten eine zweite Amtszeit Trumps verhindern, weil Peking ihn für "unberechenbar" halte. Das Land habe angefangen, verstärkt Einfluss nehmen zu wollen auf das politische Umfeld in den USA. China versuche, Politiker unter Druck zu setzen, die den Interessen Pekings zuwider handelten, hiess es in dem Bericht. Die Spannungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften hatten zuletzt unter anderem wegen des Coronavirus deutlich zugenommen. Peking sei sich dabei bewusst, dass die China-Politik auch im Wahlkampf eine Rolle spiele, hiess es. Auch der Iran soll den Geheimdiensten zufolge gegen Trump und die demokratischen Institutionen Stimmung machen.

Trump erklärte, China wünsche sich nichts sehnlicher als einen Wahlsieg Bidens. "Wenn Joe Biden Präsident wäre, hätte China die USA in der Tasche", behauptete Trump.

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, nannte die "Bemühungen Russlands um böswilligen Einfluss eine erhebliche Bedrohung. Es wäre jedoch ein schwerwiegender Fehler, die wachsenden Bedrohungen durch China und den Iran zu ignorieren." Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff, erklärten, die Veröffentlichung der Informationen sei ein wichtiger Schritt, um die Öffentlichkeit vor der ausländischen Einflussnahme zu warnen.

In Washington gibt es seit langem Befürchtungen, dass sich Russland und andere ausländische Regierungen in die Präsidentschaftswahl am 3. November einmischen wollen. Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass sich Russland bereits 2016 zugunsten Trumps in den Wahlkampf eingemischt hat. Trump hat das wiederholt infrage gestellt. (sda/dpa)

Meist gelesene Artikel

Oldrich Svab war zweimal Trainer bei den Grasshoppers
TODESFALL

Oldrich Svab verstorben

REUSSPORTTUNNEL

Ins Schlingern geraten und dann überschlagen

Migros stockt Kurzarbeitsentschädigung weiterhin auf 100% auf
DETAILHANDEL

Migros stockt Entschädigung weiterhin auf

ZUG

Von Abstand keine Spur: Die Warteschlange der Zugerbergbahn liess Coronamassnahmen ausser Acht

LUZERN

Fand das Bärteliessen illegal statt?

ZUG

Wie kleine Sportbetriebe unter den Massnahmen leiden

AXENSTRASSE

Gumpisch-Projekt kann an Gefahren angepasst werden

URI

Kollegi muss neuen Rektor suchen

Die heutigen roten und orangen Einzahlungsscheine sollen ab Herbst 2022 durch Nachfolgeprodukte ersetzt werden. (Archivbild)
BANKEN

Heutige Einzahlungsscheine verschwinden 2022

Gute alte Zeiten: Klaas-Jan Huntelaar spielte bereits einmal sieben Jahre für Schalke, und das mit einigem Erfolg
DEUTSCHLAND

Schalke holt auch Huntelaar zurück

Zur klassischen Ansicht wechseln