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18.11.2021 15:19

Hochkarätige Sammlung aus Katar in Paris

  • Der Eingang in das Hôtel de la Marine in Paris, in dem sich die Ausstellungsräume zu «Kunstschätze der Sammlung Al Thani» befinden. Die hochkarätigen Werke waren bislang nur in Sonderausstellungen in großen Museen in London und New York zu sehen. Foto: Sabine Glaubitz/dpa
    Der Eingang in das Hôtel de la Marine in Paris, in dem sich die Ausstellungsräume zu «Kunstschätze der Sammlung Al Thani» befinden. Die hochkarätigen Werke waren bislang nur in Sonderausstellungen in großen Museen in London und New York zu sehen. Foto: Sabine Glaubitz/dpa | Keystone/dpa/Sabine Glaubitz
FRANKREICH ⋅ Die hochkarätigen Werke waren bislang nur in Sonderausstellungen in grossen Museen in London und New York zu sehen - nun sind die Kunstobjekte und Juwelen des Scheichs Hamad bin Abdullah Al Thani dauerhaft in das prächtige Pariser Hôtel de la Marine direkt am zentralen Place de la Concorde eingezogen.

Auf rund 400 Quadratmetern werden die Schätze aus der bis zu 6000 Werken umfassenden Sammlung gezeigt.

Zur Eröffnung der Schauräume am Donnerstag sollten 120 Werke präsentiert werden. Sie decken jahrtausendelange Kunstgeschichte ab. Zu den Highlights gehört eine "Sternguckerin" aus Marmor aus dem westlichen Kleinasien aus den Jahren um 3300-2500 vor Christus.

Hamad bin Abdullah Al Thani ist der Cousin des Emirs von Katar. Er soll rund 20 Millionen Euro dafür bezahlt haben, dass seine Sammlung für die Dauer von 20 Jahren in das Hôtel de la Marine einzieht, dort wo sich einst die Galerie der Tapisserie befand. Denn der Prachtpalast aus dem 18. Jahrhundert war einst als königliches Möbellager konzipiert.

Als besessen, aber selektiv hat sich der 40-jährige Scheich 2015 in "Vanity Fair" beschrieben. Im Alter von 27 Jahren begann er eine Sammlung von Schmuck und Kunstobjekten aus dem indischen Mogulreich (16. bis 19. Jahrhundert) aufzubauen. In einer Rekordzeit von fünf Jahren hat er 400 Werke erworben, die unter anderem im Metropolitan Museum in New York und im Pariser Grand Palais zu sehen waren.

Das etwa 12 000 Quadratmeter grosse Gebäude wurde für rund 130 Millionen Euro restauriert und Anfang Juni nach vierjährigen umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder eröffnet. In dem Palastbau, der über 200 Jahre geschlossen war, ist seitdem wieder zu entdecken, was einst das königliche Möbellager war: Räume voller Rokoko-Kronleuchter und antiker Möbel aus dem 18. Jahrhundert. Mit der Sammlung Al Thani gibt es nun eine Attraktion mehr. Die rund 6000 Werke sollen im Wechsel ausgestellt werden. (sda/dpa)

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