Panorama
Lade Login-Box.
16.07.2019 15:29

Reptil im Hallwilersee gesichtet

  • Ein Kaiman von etwa eineinhalb Metern Grösse wird im Hallwilersee vermutet. Ein erfahrener Fischer hat das Reptil am Sonntagabend beobachtet. Die Suche nach dem Tier verlief bisher erfolglos. (Archivbild)
    Ein Kaiman von etwa eineinhalb Metern Grösse wird im Hallwilersee vermutet. Ein erfahrener Fischer hat das Reptil am Sonntagabend beobachtet. Die Suche nach dem Tier verlief bisher erfolglos. (Archivbild) | Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
TIERE ⋅ Ein Fischer hat am vergangenen Sonntagabend im Hallwilersee bei Beinwil am See AG ein Reptil gesehen. Die Behörden vermuten, es könne sich um einen Kaiman handeln. Die Suche nach dem Tier ist bis anhin erfolglos geblieben.

Der erfahrene Fischer schilderte der Polizei, er habe am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr ein etwa eineinhalb Meter grosses Reptil beobachtet. Dieses sei plötzlich an der Wasseroberfläche erschienen und habe nach einer jungen Ente geschnappt. Anschliessend sei das Reptil mit der Beute weggeschwommen.

Fachleute vermuten nun, dass es sich bei dem Reptil um einen Kaiman handeln könne. Die exotische Spezies jagt in der Abenddämmerung vorwiegend in flachem Wasser nach Beute.

Kaimane unterstehen dem Artenschutzübereinkommen. Wer diese Tiere halten will, braucht eine Bewilligung. Die Behörden gehen davon aus, dass das Tier im Hallwilersee aus illegaler Tierhaltung stammt und ausgesetzt worden war.

Der kantonale Veterinärdienst habe veranlasst, dass am Montagabend das Seeufer auf dem fraglichen Abschnitt abgesucht wurde. Von dem Tier fand sich jedoch keine Spur, wie die Kantonspolizei Aargau am Dienstag mitteilte. Inzwischen sei die Suche eingestellt worden, wie Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau gegenüber Keystone-SDA sagte. Die Aktion käme einer Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleich. Die Polizei sucht jedoch nach Personen, die Angaben zu privater Reptilienhaltung machen können.

Experten schätzen, dass von einem Kaiman der fraglichen Grösse keine akute Bedrohung für Badende oder Spaziergänger ausgehe. Zum Beuteschema gehören Fische und Kleintiere. Darüber hinaus seien Kaimane scheu und nur aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlten. Dennoch rät die Polizei zu Wachsamkeit. (sda)

Meist gelesene Artikel

OBWALDEN

Mehrere Pilzsucher gebüsst

LUZERN

Von der Polizei zu Swiss-Ski

URI

An seinem Auto kleben gleich zwei Uristiere

NIDWALDEN

Ein Restrisiko fährt auf der Lopperstrasse mit

Das Video einer im Walliser Chablais aufgestellten Überwachungskamera zeigt sieben Wolfswelpen in Begleitung eines männlichen Wolfes.
GROSSRAUBTIERE

Wölfe im Wallis haben Nachwuchs

LUZERN

Personal des Strandbads Lido droht Verurteilung

Serey Die (links) spielt ab sofort nicht mehr für Basel
SUPER LEAGUE

Basel und Serey Die trennen sich

GOLDAU–ZUG

Fast kein Stein bleibt auf dem anderen

Die häufigste Todesursache bei Nichtberufsunfällen in der Schweiz sind Stürze, oft auf Treppen. (Themenbild)
UNFÄLLE

2400 Tote bei Nichtberufsunfällen

Um Neymars möglichen Transfer weg von Paris Saint-Germain gibt es nach wie vor viele Gerüchte
FRANKREICH

Neymar wohl nicht zum FC Barcelona zurück

Zur klassischen Ansicht wechseln