Panorama
Lade Login-Box.
24.05.2019 14:59

Vermisster Knabe tot aus Aare geborgen

  • Ein seit Donnerstag vermisster vierjähriger Knabe wurde am Freitag gemäss Aargauer Kantonspolizei tot aus der Aare geborgen. (Symbolbild)
    Ein seit Donnerstag vermisster vierjähriger Knabe wurde am Freitag gemäss Aargauer Kantonspolizei tot aus der Aare geborgen. (Symbolbild) | KEYSTONE/ENNIO LEANZA
UNFALL ⋅ Der seit Donnerstag in Wildegg AG vermisste vierjährige Knabe ist tot aufgefunden worden. Er wurde am Freitagnachmittag bei Villnachern AG tot aus der Aare geborgen. Gemäss Polizei dürfte er ertrunken sein.

Angestellte der Wasserkraftwerks bei Villnachern fanden die Leiche des vermissten Knaben in der Aare, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon ausgehen, dass der Vierjährige am Donnerstag beim Spielen in Wildegg in den Aabach gefallen war und in der Folge ertrank.

Sofort nach der Vermisstmeldung hatte die Kantonspolizei eine Suchaktion eingeleitet. Daran massgeblich beteiligt war die Feuerwehr Chestenberg, welche den Aabach und dessen Ufer zu Fuss absuchte. Auf der Aare waren je ein Boot der Kantonspolizei und der Regionalpolizei Brugg im Einsatz.

Suche mit Polizeihelikopter

Aus der Luft versuchte ein Polizeihelikopter mit Wärmebildkamera, Anhaltspunkte auf den Verbleib des vermissten Kindes zu finden. Darüber hinaus suchten rund zwei Dutzend Polizistinnen und Polizisten das Gebiet ab.

Die Suche dauerte bis nach Mitternacht und wurden am Freitag zusammen mit weiteren Ermittlungen nochmals aufgenommen. Durch die Regenfälle der letzten Tage führen der Aabach wie auch die Aare viel Wasser. Daher herrscht in beiden Gewässern eine starke Strömung.

Der Knabe hatte sich am Donnerstag mit seiner Mutter und weiteren Kindern auf dem Spielplatz einer Privatliegenschaft aufgehalten. In der Nähe des Spielplatzes befindet sich der Aabach. Um 16.30 Uhr bemerkte die Mutter gemäss Polizeiangaben plötzlich das Fehlen des Knaben. Nach vergeblicher Suche rief sie wenig später die Polizei.

Strafrechtliche Folgen

Der tragische Fall dürfte strafrechtliche Konsequenzen haben, wie ein ähnlicher Fall im Kanton Aargau von Ende April 2015 zeigt. Ein zweijähriger Knabe war beim Spazieren mit seinem Vater in Windisch in die Reuss gefallen. Der Vater hatte den Knaben kurz aus den Augen verloren.

Erst drei Wochen später wurde die Leiche des Kindes in der Aare beim Wasserkraftwerk Döttingen-Beznau AG geborgen. Eine Obduktion ergab, dass das Kind ertrank.

Der Mann wurde angeklagt. Das Aargauer Obergericht bestätigte im Januar 2018 den Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung. Das Obergericht erliess dem Mann jedoch die vom Bezirksgericht Brugg verhängte bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

Der Vater sei vom Tod seines Kindes schwer betroffen, befand das Obergericht. Das Strafgesetzbuch sieht einen Straferlass ausdrücklich vor, wenn der Täter durch die unmittelbaren Folgen seiner Tat so schwer betroffen ist, dass eine Strafe unangemessen wäre. (sda)

Meist gelesene Artikel

GÖSCHENEN

Sportwagen-Lenker baut Selbstunfall

NIEDERBAUEN CHULM

Gleitschirmpilot aus Felswand gerettet

Telefonbetrüger gaben sich als Polizisten aus und ergaunerten 3,6 Millionen Franken. (Symbolbild)
TELEFONBETRUG

Telefonbetrüger ergaunern Millionenbetrag

In Amriswil TG ist ein Grosseinsatz der Polizei im Gang, nachdem sich ein bewaffneter Mann in einer Wohnung verschanzt hat. Nach einem Beziehungsdelikt konnte das Opfer unverletzt flüchten.
POLIZEIEINSATZ

Polizei-Grosseinsatz wegen Beziehungsdelikt

Die Pilatus-Werke dürfen in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Dienstleistungen mehr erbringen. (Archivbild)
FLUGZEUGINDUSTRIE

Pilatus muss Saudi-Arabien und VAE verlassen

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (in einer Aufnahme vom Juni 2012).
DEUTSCHLAND

Täter gesteht Mord an Politiker Lübcke

ESAF ZUG

Wenn Landwirte zu Campingwarten werden

Am Schweizer Arbeitsmarkt sind Buchhalter und IT-Spezialisten in den im Juni publizierten Stellenausschreibungen besonders gefragt.(Symbolbild)
ARBEITSMARKT

Schweizer Firmen suchen Buchhalter

Die Schauspielerin Inger Nilsson als Pippi Langstrumpf: Auf deutsch heisst ihr Lied "Zwei mal drei macht vier". Dieser deutsche Text verstösst wohl gegen das Urheberrecht. (Archivbild)
FILM

Streit um Pippi-Langstrumpf-Lied

Erfolgreich an der WM, aber kein Bock auf Präsident Trump: US-Captain Megan Rapinoe
FRAUEN-WM

Keine Lust auf Besuch bei Trump

Zur klassischen Ansicht wechseln