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11.01.2019 10:39

Zweiter Schweizer in Marokko festgenommen

  • Trauer in den Heimatländern für die beiden in Marokko ermordeten skandinavischen Rucksacktouristinnen. (Archivbild)
    Trauer in den Heimatländern für die beiden in Marokko ermordeten skandinavischen Rucksacktouristinnen. (Archivbild) | KEYSTONE/AP/MOSA'AB ELSHAMY
MAROKKO ⋅ Im Zug der Ermittlungen zur Ermordung zweier Rucksacktouristinnen aus Skandinavien in Marokko ist ein zweiter Schweizer festgenommen worden. Es handelt sich um einen schweizerisch-britischen Doppelbürger.

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) bestätigte einen Bericht der marokkanischen Online-Plattform 360. Dort hiess es, der Mann sei in Témara, nördlich von Casablanca, von den marokkanischen Untersuchungs- und Sicherheitsbehörden festgenommen worden.

Gemäss Fedpol lebt der schweizerisch-englische Doppelbürger seit längerer Zeit in Marokko. In die Schweiz sei er in jüngerer Zeit nicht gereist. Das Fedpol sei deshalb von den marokkanischen Behörden nicht mit Ermittlungen zu dem Mann beauftragt worden.

Ein erster Schweizer war bereits am 29. Dezember in Marokko festgenommen worden und befindet sich in Untersuchungshaft. Dieser Mann, ein Genfer, steht im Verdacht, sich radikalisiert zu haben. In Genf ist er aktenkundig wegen verschiedener Delikte, die er zwischen 2007 und 2013 begangen hat.

Im Atlas-Gebirge gefunden

Wie das Fedpol damals bestätigte, hatte er die Schweiz 2015 Richtung Marokko verlassen, weil er im Verdacht stand, sich radikalisiert zu haben. Zuvor war er in Genf unter anderem wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen Diebstahls, Raubs, Einbruchsdelikten, Eigentumsdelikten sowie Hausfriedensbruchs und häuslicher Gewalt verurteilt worden.

Die beiden skandinavischen Rucksacktouristinnen waren enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin wurden am 17. Dezember in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden.

Die Tat löste in Marokko und auch in den Heimatstaaten der beiden jungen Frauen Entsetzen und Trauer aus. Über ein Dutzend Personen wurden wegen mutmasslicher Verbindungen zur Tat festgenommen. (sda)

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