Wirtschaft
Lade Login-Box.
29.12.2021 05:57

Handys strahlen massiv stärker als Antennen

  • Eine Mobilfunkantenne wie hier im Kanton Wallis strahlt weniger stark als ein Handy. (Archivbild)
    Eine Mobilfunkantenne wie hier im Kanton Wallis strahlt weniger stark als ein Handy. (Archivbild) | KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
MOBILFUNK ⋅ In der Schweiz sind derzeit rund 3000 Einsprachen gegen neue 5G-Antennen für den Mobilfunk hängig. Das Problem ist laut dem Umwelt-Epidemiologen Martin Röösli aber nicht die Abstrahlung der Antennen, sondern der Handys.

Das Mobiltelefon strahle 100 bis 1000 Mal stärker auf den Körper als eine Mobilfunkantenne, sagte Röösli in einem Interview mit dem "Walliser Boten". Ein Handy, das fast keinen Empfang habe, strahle bis zu einer Million Mal stärker als ein Handy mit gutem Empfang.

Für Mobilfunkantennen seien die Grenzwerte in der Schweiz 50 Mal tiefer angesetzt, als dass es nachweisbare Gesundheitsschäden geben würde. Überdies würden in der Schweiz nur die Anlagegrenzwerte gelten und die seien nochmals 10 Mal tiefer angesetzt.

Auf die Frage, ob die Grenzwerte erhöht werden sollten, sagte Röösli, das sei ein politischer Entscheid. Wegen der grossen Sicherheitsmargen beim Mobilfunk könne man darüber sicher diskutieren. Nötig seien aber auch mehr Grenzwert-Kontrollen.

Wichtig ist dem Wissenschaftler ferner, dass das Verursacherprinzip auch im Mobilfunk gilt. Die Mobilfunkanbieter verursachten Strahlung, darum sollten sie auch einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten und nicht nur die Steuerzahlenden.

Röösli leitet die Einheit Umwelt und Gesundheit am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut. Er untersucht seit rund 20 Jahren die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung und ist Mitglied der Internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung. Diese Kommission wirkt beim Erstellen von Grenzwerten für Handys und Antennen mit. (sda)

Meist gelesene Artikel

Ld-import_zentralschweiz_zug
ZUG

Mutter einer Ex-Schülerin verliert auch vor dem Obergericht

Ld-import_zentralschweiz_zug
WALCHWIL

Nach 74 Jahren der letzte Sommer an der Riviera

ARCHIV - Maria Furtwängler, Schauspielerin, und Ehemann Hubert Burda, Verleger, kommen zur 65. Bambi-Verleihung in das Stage-Theater. Furtwängler und Burda haben nach mehr als 30 Jahren Ehe ihre Trennung bekanntgegeben. Foto: picture alliance / dpa
BADEN-WÜRTTEMBERG

Furtwängler und Burda haben sich getrennt

Ld-import_zentralschweiz_obwalden
OBWALDEN

79-Jähriger verursacht Frontalkollision auf der Brünigstrasse – Frau und zwei Kinder verletzt

Ld-import_zentralschweiz_uri
URI

Freudenfest für die Furka-Dampfbahn

Ld-import_zentralschweiz_nidwalden
NIDWALDEN

Am Wochenende wurde endlich wieder geknattert

Ld-import_zentralschweiz_obwalden
OBWALDEN

Mit dem Metall aufgewachsen: Jetzt kann Mauro Gasser sein Können an den «Swiss Skills» beweisen

Ld-import_zentralschweiz_zug
ZUG

Zwei Zugerinnen und acht Zuger wollen den Heimvorteil nutzen

Marius Müller könnte für seine homophobe Aussage in einem Interview noch bestraft werden
SUPER LEAGUE

Liga eröffnet Verfahren gegen Marius Müller

ARCHIV - Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, und seine Ehefrau Meghan Markle, Herzogin von Sussex. Foto: Seth Wenig/AP/dpa
DEUTSCHLAND

Harry und Meghan kommen nach Deutschland

Zur klassischen Ansicht wechseln