Wirtschaft
Lade Login-Box.
29.12.2021 11:25

Stimmung unter Ökonomen hellt sich auf

  • Auch mit der Omikron-Variante rechnen Schweizer Ökonomen mit einem Wachstum der Wirtschaft. (Symbolbild)
    Auch mit der Omikron-Variante rechnen Schweizer Ökonomen mit einem Wachstum der Wirtschaft. (Symbolbild) | KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
KONJUNKTUR ⋅ Die Erwartung unter Schweizer Ökonomen in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung haben im Dezember der Omikron-Variante standgehalten. Langfristig rechnen die Experten auch weiterhin mit einem anhaltenden Erholungsboom und einer moderaten Inflation.

Der CS-CFA-Index, ein Stimmungsbarometer für die Schweizer Wirtschaft, stieg im Dezember um 10,8 Punkte auf exakt 0 Punkte. Er ist damit aus dem Negativbereich herausgeklettert, erklärte die Credit Suisse am Mittwoch. Dennoch setzte der Indikator damit seine Berg- und Talfahrt seit dem Rekord im Mai 2021 auch im Dezember weiter fort.

Der aktuelle Stand bedeutet, dass genauso viele Analysten eine Verbesserung wie eine Verschlechterung der Schweizer Konjunktur in den kommenden sechs Monaten erwarten. Die sei angesichts der beachtlichen Risiken, welche die neue Covid-19-Variante Omikron berge, eine durchaus positive Entwicklung, heisst es bei der Credit Suisse.

Dass sich die Analysten nicht allzu sehr durch die neue Coronavirus-Variante aus der Ruhe bringen lassen, zeigt sich auch in anderen Marktindikatoren. So habe sich etwa der Ausblick für die globalen Aktienmärkte nur geringfügig verschlechtert. Für den Ölpreis sind sie gar weniger pessimistisch als im Vormonat.

Weniger Nachfrage nach 'Safe-Haven'

Gleichzeitig gehen die Experten davon aus, dass "Safe-Haven"-Anlagen wie Gold oder der Schweizer Franken in den nächsten Monaten eher an Attraktivität einbüssen dürften. Speziell für das Euro/Franken-Paar rechnen die Analysten mit einem abnehmenden Aufwertungsdruck und erwarten entsprechend eher eine Seitwärtsbewegung.

Auch der Inflationsdruck dürfte sich nach Ansicht der Experten in den kommenden Monaten abschwächen. "Die Inflationserwartungen der Analysten haben ihren Höhepunkt definitiv überschritten", heisst es dazu bei der Credit Suisse. Erstmals gehen mehr Analysten als im Vormonat davon aus, dass die Teuerungsrate in der Schweiz, der Eurozone und den USA sinken werde.

Gleichzeitig bleiben die langfristigen Inflationsprognosen konstant. So rechnen der Umfrageteilnehmer in den kommenden drei bis fünf Jahren mit einer Teuerung zwischen 0 und 2 Prozent.

Langfristaussichten über Vor-Pandemie-Wert

Zuversichtlich zeigen sich die Experten auch mit Blick auf die langfristigen Aussichten für das Schweizer BIP. So liegt die Durchschnittsprognose für die kommenden drei bis fünf Jahre mit 1,76 Prozent deutlich über dem Vor-Pandemie-Wert vom Dezember 2019 (1,33%). Und das, obwohl das Rekordwachstumsjahr 2021 nun aus dem Prognosehorizont fällt.

An der jüngsten monatlichen Umfrage der CFA Society Switzerland und der Credit Suisse nahmen 38 Experten aus der Schweizer Finanzbranche teil. Sie wurde zwischen dem 15. und 22. Dezember 2021 durchgeführt. (sda/awp)

Meist gelesene Artikel

Ld-import_zentralschweiz_zug
ZUG

Mutter einer Ex-Schülerin verliert auch vor dem Obergericht

Ld-import_zentralschweiz_uri
URI

Freudenfest für die Furka-Dampfbahn

Ld-import_zentralschweiz_obwalden
OBWALDEN

79-Jähriger verursacht Frontalkollision auf der Brünigstrasse – Frau und zwei Kinder verletzt

ARCHIV - Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, und seine Ehefrau Meghan Markle, Herzogin von Sussex. Foto: Seth Wenig/AP/dpa
DEUTSCHLAND

Harry und Meghan kommen nach Deutschland

Ld-import_zentralschweiz_nidwalden
NIDWALDEN

Am Wochenende wurde endlich wieder geknattert

Ld-import_zentralschweiz_zug
WALCHWIL

Nach 74 Jahren der letzte Sommer an der Riviera

Schmerzhafter Kurzauftritt: Der Weltrekordhalter und Weltmeister Kevin Mayer muss den Zehnkampf schon zum Auftakt im 100-m-Lauf aufgeben
LEICHTATHLETIK

Ein Gegner weniger für Ehammer

ARCHIV - Maria Furtwängler, Schauspielerin, und Ehemann Hubert Burda, Verleger, kommen zur 65. Bambi-Verleihung in das Stage-Theater. Furtwängler und Burda haben nach mehr als 30 Jahren Ehe ihre Trennung bekanntgegeben. Foto: picture alliance / dpa
BADEN-WÜRTTEMBERG

Furtwängler und Burda haben sich getrennt

Ld-import_zentralschweiz_obwalden
OBWALDEN

Mit dem Metall aufgewachsen: Jetzt kann Mauro Gasser sein Können an den «Swiss Skills» beweisen

Ld-import_zentralschweiz_zug
ZUG

Zwei Zugerinnen und acht Zuger wollen den Heimvorteil nutzen

Zur klassischen Ansicht wechseln