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22.05.2019 05:11

Das grosse Sportspektakel an den Gestaden des Zugersees rückt näher

  • Am Zug Sports Festival darf man Unbekanntes mit oder ohne Hilfe selbst erforschen. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 18. August 2018))
ZUG ⋅ Das Zug Sports Festival geht in die 18. Runde. Am 27. und 28. Juli können Menschen jeden Alters rund 60 verschiedene Sportarten kennen lernen, Vereinen bei deren Ausübung zusehen und alles selbst ausprobieren.

Cornelia Bisch

An zwei Tagen im Jahr verwandelt sich die Zuger Seepromenade in eine äusserst vielseitige Sport- und Vergnügungsmeile. Über 30 regionale Sportvereine nehmen am Zug Sports Festival Ende Juli teil und laden Besucher zum Kennenlernen und Ausprobieren ein. Wer sportliche Inspiration sucht, ist hier auf jeden Fall richtig. Von der Baby-Zone, dem Gumpischloss und der Laufradstrecke in der Family-Zone, über Golf, Poledance, Team- und Wassersport in der Sports-Zone zu Skaten und Armbrustschiessen in der Natural-Power-Zone, gibt es alles, was das Sportlerherz begehrt.

Jede der sieben Zonen hat ihren eigenen Gastrobereich, überall sind Fachleute der entsprechenden Vereine vor Ort, die für Information, Betreuung und Sicherheit sorgen. Für Leute jeden Alters und Interesses ist etwas dabei. «Das Schöne daran ist, dass man auf komplett verschiedene Welten trifft», betont Daniel Schärer, Präsident des Organisationskomitees. «Neu sind dieses Jahr das Armbrustschiessen, der Ski-Slalom und das Klettern an einer Kletterwand.» Der Kippstangen-Slalom wird auf dem Landsgemeindeplatz angelegt. Absolviert wird er mit möglichst den eigenen, mitgebrachten Inlineskates. «Als Testlauf werden wir zudem mit dem Verein First Point View Racers (FPV) kleine Drohnen zeigen. Besucher können das Erlebnis mit einer zweiten Brille mitverfolgen.» Als weiteres Highlight nennt Schärer das «Blobbing», bei dem Wagemutige sich auf ein Luftkissen im Wasser stürzen und in die Luft katapultieren lassen können.

Wer’s lieber ruhig mag, lässt sich in der Arena vom Können der Vereinsprofis inspirieren, die dort von morgens bis abends ihre Tanz-, Turn- und Akrobatik-Künste präsentieren.

Gesundheit ist ein wichtiges Thema

Eine eigene Zone widmen die Veranstalter dieses Jahr ganz dem Thema Gesundheit. Die Pro Senectute, die Lungen- und Krebsliga werden mit Fachleuten vor Ort sein. «Gesundheit ist ein grosses und brandaktuelles Thema, das immer wichtiger wird», so Schärer. Bei der Gestaltung der interaktiven Inhalte habe sich das OK mit dem Zuger Gesundheitsamt ausgetauscht. «Wir wollen nicht mit dem Mahnfinger auf die Leute zeigen, sondern informieren und inspirieren», sagt Daniel Schärer.

Dies entspricht dem Grundtenor der gesamten Veranstaltung und der Philosophie des Veranstaltervereins Zug Sports, der sämtliche seiner Anlässe für die Teilnehmer kostenlos konzipiert.

«Wir sind ein Verein zur Förderung von Bewegung und Lebensfreude für Menschen von 2 bis 100 Jahren aus der Region Zug», heisst es auf der Vereinswebsite. Dabei geht es laut Daniel Schärer vor allem um das gemeinsame, aktive Erlebnis ausserhalb der virtuellen Welt. «Mit dem Zug Sports Festival wollen wir eine Plattform schaffen für Sportvereine der Region.» Es werden keine Extremspektakel geboten, jedoch macht die Fülle des Angebots das Festival zu einem aussergewöhnlichen und bisher sehr erfolgreichen, beliebten Anlass. «Nachhaltigkeit und Gesundheit waren schon immer unsere Kernthemen», erklärt Schärer. «Da diese Themen inzwischen auch gesellschaftlich und politisch an Relevanz gewonnen haben, sind wir richtig in.»

Grosser Organisationsaufwand

Das Zug Sports Festival arbeitet mit über 100 freiwilligen Helfern und einem Budget von über 500000 Franken. Der Verein selbst trägt drei Viertel des Betrages, Stadt und Kanton Zug übernehmen den Rest. «Das klingt erst mal nach viel Geld», stellt Schärer fest. «Aber man muss bedenken, dass wir für 60 Sportarten eine wettersichere Infrastruktur bereitstellen, rundum für Sicherheit sorgen, den Verkehr regeln, funktionierende Gastrobetriebe für 15000 bis 18000 Besucher aufbauen. Dies alles kostet viel Geld.» Trotzdem wird auch für sämtliche Vereine ein kleiner Lohn budgetiert.

Infos unter www.zugsports.ch.

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