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18.04.2019 21:00

Schweizer unterliegen Russland

  • Nationaltrainer Patrick Fischer (rechts) und Assistent Christian Wohlwend konnten der Schweiz im ersten Test gegen Russland nicht zum Sieg verhelfen
    Nationaltrainer Patrick Fischer (rechts) und Assistent Christian Wohlwend konnten der Schweiz im ersten Test gegen Russland nicht zum Sieg verhelfen | KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
NATIONALTEAM ⋅ Die Schweizer Nationalmannschaft erleidet zum Auftakt der WM-Vorbereitung eine Niederlage. Das Team von Trainer Patrick Fischer verliert im ersten von zwei Testspielen in Sotschi gegen Russland 2:5.

Beide Treffer der Schweizer zum 1:2 (18.) und 2:4 (40.) erzielte Alessio Bertaggia, der in den ersten vier Länderspielen ohne Torerfolg geblieben war. Der Stürmer des HC Lugano kam erstmals seit Februar 2016 wieder im Nationalteam zum Einsatz. Bertaggia erhielt von Nationaltrainer Patrick Fischer ein Sonderlob: "Er zeigte das, weshalb wir ihn aufgeboten hatten. Er ist sehr schnell, kämpferisch gut und für alle Gegner unangenehm. Es war für ihn ein sensationeller Start in die WM-Kampagne."

Bertaggia selber gab sich zurückhaltend: "Die zwei Tore sind sicher schön. Aber man kann immer etwas besser machen. Es kann nie perfekt sein." Was die Mannschaft betrifft, sah er noch "viel Raum für Verbesserungen". Steigerungspotenzial gibt es für die Schweizer insbesondere im Boxplay, kassierten sie doch das 1:2 (19.), das nur 41 Sekunden nach dem 1:1 (18.) fiel, und das 1:3 (36.) in Unterzahl.

Das erste Powerplay der Russen dauerte bloss zwölf Sekunden, ehe Dinar Chafisullin mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich war. Beim 3:1 von Alexander Barabanow, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, überforderten die Osteuropäer den letztjährigen WM-Silbermedaillengewinner mit einer schnellen Passkombination.

Nur 58 Sekunden später erhöhte Denis Alexejew auf 4:1 (37.). Dem Treffer ging ein missglückter Befreiungsschlag des Schweizer Goalies Reto Berra voraus. Fischer ersetzte diesen bereits 2:32 Minuten vor dem Ende durch einen sechsten Feldspieler, nur sechs Sekunden später stand es 2:5.

Zu Beginn war den Schweizern anzumerken, dass viele Spieler die erste Partie nach einer längeren Pause bestritten. Sie hatten zunächst Mühe mit dem hohen Rhythmus der Russen, die schon in der Woche zuvor zweimal gegen Frankreich getestet hatten. Das letzte Drittel war dann das Beste der Gäste. In diesem zeigten die Schweizer phasenweise, zu was sie fähig sind. "Wir bewegten unsere Beine besser", erklärte Fischer. Das zweite Testspiel gegen die Russen findet am Samstag statt.

Telegramm:

Russland - Schweiz 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Sotschi. - 5658 Zuschauer. - SR Oskirko/Naumow, Wiljugin/Sysujew. - Tore: 11. Schafjarow (Barabanow) 1:0. 18. Bertaggia (Genazzi, Prassl) 1:1. 19. Chafisullin (Tkatschjow, Plotnikow/Ausschluss Hollenstein) 2:1. 36. Barabanow (Plotnikow, Tkatschjow/Ausschluss Frick) 3:1. 37. Alexejew (Jakupow, Jakowlew/Ausschlüsse Jelesin; Bachofner) 4:1. 40. Bertaggia (Prassl, Frick) 4:2. 58. Golischew (Jakowlew, Ljubuschkin) 5:2 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Russland, 9mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Russland: Georgijew; Ljubuschkin, Jakowlew; Sergejew, Chafisullin; Jelesin, Rafikow; Tscherepanow; Plotnikow, Burmistrow, Tkatschjow; Barabanow, Kadejkin, Schafjarow; Jakupow, Alexejew, Slobin; Korschkow, Kraskowsky, Golischew.

Schweiz: Berra; Fora, Marti; Loeffel, Genazzi; Glauser, Guerra; Frick; Rod, Walser, Bertaggia; Bachofner, Corvi, Hollenstein; Bertschy, Marco Müller, Hofmann; Chris Baltisberger, Prassl.

Bemerkungen: Schweiz ohne Geering, Paschoud (beide verletzt), Descloux (Ersatztorhüter) und Mayer (überzähliger Goalie). - Timeout Schweiz (57:28), danach bis 57:34 ohne Goalie. - Schüsse: Russland 29 (12-11-6); Schweiz 19 (7-8-4). - Powerplay-Ausbeute: Russland 2/5; Schweiz 0/2. (sda)

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