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03.07.2019 06:00

79 Schweizer an der Universiade in Neapel

  • Auf Sprinterin Salomé Kora ruhen die Schweizer Hoffnungen an der Sommer-Universiade in Neapel
    Auf Sprinterin Salomé Kora ruhen die Schweizer Hoffnungen an der Sommer-Universiade in Neapel | KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
SOMMER-UNIVERSIADE ⋅ Heute beginnt in Neapel die 30. Sommer-Universiade. Die Schweiz schickt 79 Athleten an die Weltsportspiele der Studenten. Das Ziel sind vier Medaillen und damit eine mehr als 2017 in Taipeh.

Die Hoffnungen aus Schweizer Sicht ruhen dabei vor allem auf der 100-m-Leichtathletik-Staffel der Frauen, der mit Salomé Kora und Ajla Del Ponte auch zwei Goldmedaillengewinnerinnen der Universiade von vor zwei Jahren angehören. Kora hat am Sonntag bewiesen, dass sie in Form ist. Die Ostschweizerin schaffte beim Meeting in La Chaux-de-Fonds über 100 m die WM- und Olympia-Limite. Über diese Distanz gewann sie an der letzten Universiade bereits Bronze.

Schauplatz der Leichtathletik-Wettbewerbe wie auch der Eröffnungszeremonie ist das Stadion San Paolo, wo sonst der Fussballklub SSC Napoli seine Heimspiele austrägt. Die Arena erhielt erstmals seit der Fussball-WM 1990 ein kleines Facelifting. So wurden die in die Jahre gekommenen roten Sitzschalen ersetzt. Die neue Bestuhlung ist blau-weiss und damit in den Farben des Fussballklubs gehalten.

Neben den Leichtathleten traut der Schweizer Fachverband für Hochschulsport auch den Fechtern sowie dem Kunstturner Marco Walter eine Medaille zu. Der Schaffhauser gewann vor vier Jahren erstmals in der Geschichte der Universiade für die Schweiz eine Medaille im Kunstturnen. Er holte am Boden Bronze.

Die Volleyballer (Männer und Frauen) sind die einzigen Schweizer Teams in Neapel. Dabei schickt Swiss Volley praktisch seine Nationalmannschaften ins Rennen. Die Frauen nutzen das Turnier als Vorbereitung für die bevorstehende EM-Endrunde Ende August in der Slowakei. Sie müssen jedoch auf Captain Laura Künzler verzichten, die eine Pause erhält.

Die Sommer-Universiade ist der weltweit grösste polysportive Anlass nach Olympischen Sommerspielen. Teilnahmeberechtigt sind nur an anerkannten Universitäten eingeschriebene Sportler. Die Altersgrenze wurde auf die 30. Ausgabe von 28 auf 25 Jahre gesenkt. Insgesamt werden über 9000 Athleten und Offizielle aus 112 Ländern im Süden Italiens erwartet, rund 2000 davon werden auf einem Kreuzfahrtschiff am Hafen untergebracht. 18 Sportarten mit 220 Wettbewerben stehen im Programm. Die Schweizer Delegation ist in 11 Sportarten vertreten. (sda)

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